Schweizer gewinnen zwei Bronzemedaillen an Europäischer Geographie-Olympiade
In der bulgarischen Hafenstadt Warna fand vom 27. Juni bis 3. Juli die Europäische Geographie-Olympiade statt. Rund 100 Jugendliche aus 13 Ländern stellten ihr Wissen unter Beweis - unter anderem zum Bergsturz von Blatten. Die zwei Schweizer Teilnehmer gewannen je eine Bronzemedaille. Die Teilnahme diente ihnen auch als Vorbereitung auf die grosse Internationale Geographie-Olympiade, die Mitte August in Istanbul stattfindet.
Von links nach rechts: Laurence Kamber (Teamleiterin), Gavriel Harvey, Elia Fleischli, Nico Junghans (Teamleiter). (Alle Bilder: Geographie-Olympiade)
Die Schweizer Delegation bei der Ankunft in Varna.
“Grundsätzlich bin ich zufrieden,” kommentiert Gavriel Harvey seine bronzene Leistung. “Gerne würde ich es an der iGeo noch ein bisschen besser machen in Istanbul.” Besonders die Feldarbeit, bei der die Teilnehmenden unter anderem Karten entwerfen mussten, sei schwieriger gewesen als gedacht. Gavriel möchte nach der iGeo auch im kommenden Schuljahr nochmal an der Geographie-Olympiade teilnehmen.
Von chinesischen Schwamm Städten bis zum Bergsturz von Blatten
Neben der Feldarbeit am bestand der Wettbewerb aus einem Multiple-Choice-Test, bei dem die Teilnehmenden Grafiken interpretieren mussten, und einer schriftlichen Prüfungen mit offenen Fragen. Eine Frage handelte zum Beispiel von sogenannten Schwammstädten, mit denen China Starkregen begegnet. Auch zum Bergsturz von Blatten wurden der europäische Geographienachwuchs geprüft.
Kultureller Austausch
Die Geographie-Olympiade bietet den Teilnehmenden nicht nur einen akademischen Zugang zur Welt, sondern auch persönliche Begegnungen. Der “Cultural Evening” mit den verschiedenen Delegationen war ein Highlight für Gavriel und Elia. Teamleiterin Laurence Kamber erzählt auch vom bulgarischen Brauch, am 1. Juli vor Sonnenaufgang zum Strand zu gehen und die Sonne zu begrüssen. “Wir haben ebenfalls daran teilgenommen und den Sonnenaufgang bestaunt!”
Abenteuerliche Anreise mit dem Zug
Ausserdem standen Exkursionen zu einem Felsenkloster, dem Kap Kaliakra oder einem botanischen Garten auf dem Programm. “Ich habe Dinge gesehen die ich sonst vielleicht nie gesehen hätte”, erzählt Elia. Die umweltfreundliche Anreise war bereits ein Abenteuer für sich: “Wir sind mit dem Zug angereist, als einziges Team, via Budapest und Bukarest. Diese Reise hat uns ebenfalls viele spannende Eindrücke beschert”, erzählt Laurence Kamber.
Bilder
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Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.